Quellensteg
Quellensteg in Fürth
Kurzer Naturspaziergang zwischen Pegnitz, Kleiner Mainau und seltenen Sandlebensräumen
Kurzüberblick
Wer am Quellensteg steht, rechnet zunächst mit Flusslandschaft, schattigen Uferwegen und dem Grün der Pegnitzauen. Doch nur wenige Schritte vom Wasser entfernt verbirgt sich ein Lebensraum, den viele hier nicht erwarten würden: ein artenreicher Sandmagerrasen mitten im Stadtgebiet.
Die kleine Fläche gehört zu den wertvollen Sandlebensräumen der SandAchse Franken und zeigt eindrucksvoll, wie viel Natur auf engstem Raum Platz finden kann. Der Spaziergang eignet sich ideal für alle, die auf kurzer Strecke besondere Lebensräume entdecken und einen Blick hinter die Kulissen der Landschaftspflege werfen möchten.
Warum dieser Ort besonders ist
Der Quellensteg steht exemplarisch für die SandAchse Franken. Dieses Naturschutzprojekt wurde im Jahr 2000 initiiert, um die letzten fränkischen Sandlebensräume zu sichern. Heute tragen sieben Landkreise und fünf kreisfreie Städte gemeinsam mit dem Landschaftspflegeverband Mittelfranken und dem BUND Naturschutz dazu bei, diese seltenen Flächen als Lebensraum für hochspezialisierte Tier- und Pflanzenarten zu erhalten.
Am Quellensteg lassen sich typische Vertreter dieser besonderen Welt entdecken. Zwischen den Sandflächen wachsen Pflanzen wie Sandgrasnelke, Silbergras oder das Berg-Sandglöckchen. Was auf den ersten Blick unscheinbar wirkt, ist tatsächlich ein wertvolles Refugium für zahlreiche Insekten und andere wärmeliebende Arten.
Was wir hier für Natur und Landschaft tun
Damit die seltenen Sandarten dauerhaft überleben können, braucht der Lebensraum regelmäßige Pflege. Ohne diese Maßnahmen würden sich Sträucher und Bäume ausbreiten, die offenen Sandflächen verschwinden und viele spezialisierte Arten ihren Lebensraum verlieren.
Gemeinsam mit Partnern pflegt der Landschaftspflegeverband die rund 2.400 Quadratmeter große Fläche regelmäßig. Dabei werden Laub entfernt, junge Gehölze zurückgeschnitten und offene Bodenstellen freigehalten. Aus anfallendem Astmaterial entstehen zudem wertvolle Kleinstrukturen, die Insekten und anderen Kleintieren zusätzlichen Lebensraum bieten.
Wer den Quellensteg besucht, kann die Ergebnisse dieser Arbeit unmittelbar erleben.
Tourenverlauf
Der Rundgang beginnt am Quellensteg und führt entlang der Pegnitz in Richtung Kleine Mainau. Zwischen Flussufer, Grünflächen und Sandbiotopen zeigt sich auf kurzer Strecke eine erstaunliche Vielfalt unterschiedlicher Lebensräume.
An der Kleinen Mainau lohnt sich eine kurze Pause am Wasser, bevor der Blick auf die trockenen Sandflächen in der Umgebung fällt. Gerade der Kontrast zwischen feuchten Auenbereichen und sonnenwarmen Sandstandorten macht den besonderen Reiz dieses Spaziergangs aus.
Natur erleben
Am Quellensteg geht es nicht um spektakuläre Weite, sondern um genaues Hinsehen. Auf kleinen offenen Sandflächen leben Arten, die an trockene, nährstoffarme Standorte angepasst sind. Wir haben hier für die SandAchse typische Pflanzen wie Sandgrasnelke, Silbergras und Berg-Sandglöckchen.
Gerade im Frühjahr und Sommer lohnt sich ein Besuch besonders. Dann sind die offenen Sandstellen, die Kräuter und die Strukturunterschiede zwischen Flussrand, Wiese und Sandbiotop besonders gut erkennbar. Wer den Ort im Rahmen einer Führung erlebt, bekommt zusätzlich Einblicke in die Arten und die Pflegelogik dieser seltenen Lebensräume.
Gut zu wissen
Der Quellensteg eignet sich hervorragend für einen kurzen Naturspaziergang. Die Fläche ist überschaubar, ökologisch jedoch von großer Bedeutung. Bitte bleiben Sie auf den Wegen und behandeln Sie die offenen Sandbereiche mit Rücksicht. Schon kleine Störungen können die empfindlichen Lebensräume beeinträchtigen.
Anreise
Der Quellensteg und die Kleine Mainau sind bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Von der U-Bahn-Haltestelle Stadtgrenze (U1) sind es etwa zehn Minuten zu Fuß. Alternativ verkehren die Buslinien 39 und 175; von den Haltestellen Kurgartenstraße oder Herderstraße erreicht man das Gebiet in wenigen Gehminuten.
Karte und Weiteres
Hier der Link zur Lage der Fläche.